„Never Waste A Crisis!“
Wir wissen, was wir tun. Wir kennen die Grundlagen. Wir kennen die Handgriffe. Wir haben Erfahrung.
Das ist, was uns zu Profis und Spezialisten macht.
Darin sind wir gut.
Deswegen bekommen wir unsere Jobs, beauftragen uns Klienten.
Um routiniert zu tun und anzuwenden, was wir kennen und können. So helfen wir, schnell gute Ergebnisse zu erarbeiten.
Auf Dauer reicht gut arbeiten aber nicht.
Wir haben ständig ein bisschen etwas dazuzulernen und besser zu werden.
Wie geht das? Wie werden wir besser?
1. Use it or lose it: Üben. Üben. Üben.
Wenn wir unsere Routinen, unser Know-How, unser Wissen und Erfolgs- und Handlungsmuster abrufen und anwenden, befinden wir uns in der Komfortzone. Je automatischer wir all das beherrschen, umso wohler fühlen wir uns.2629
Also ist die Aufgabe, unser routiniertes Handwerk, unser Kenntnisse und Fähigkeiten ständig zu verwenden und zu vertiefen. Wir haben ständig und möglichst bewusst unsere Handgriffe zu üben. Damit wir sie im Ernstfall möglichst unbewusst und sicher anwenden.
Und als die Profis liefern, die wir sind.
2. Feedback – Auswerten – Feedback – Auswerten – Feedback…
Bewusstes Üben in der Komfortzone macht uns sicher in gewohnten Situationen. Um Neues zu lernen und uns für ungewohntes, unsicheres Terrain zu wappnen, ist nötig, regelmäßig und bewusst aus der Komfortzone hinaus in die Lernzone hineinzugehen.
Damit ist gemeint, sich absichtlich und bewusst jenen unangenehmen, ungewissen Situationen auszusetzen, in denen wir nicht wissen können, was uns erwartet. In denen wir nicht alles kontrollieren können. In denen wir gefordert sind, auch außerhalb unserer gewohnten Routinen zu agieren.
Indem wir solche „Krisen“ durchleben, erfahren wir Neues über uns und unsere Welt.
Wir fügen unseren bestehenden Routinen neue hinzu.
Dadurch werden wir flexibler, wendiger, erfahrener. Also: Noch besser.
Am besten machen wir das, indem wir konstruktives Feedback einfordern, indem wir unsere Ideen, unsere Entwürfe, unsere Arbeit möglichst oft schonungsloser Kritik aussetzen. Kunden,
Klienten, KollegInnen, Zulieferer, Bekannte, Freunde: Alle, die uns echtes, ungeschminktes, schonungsloses, aber eben hilfreiches, konstruktives, positives, kritisches Feedback geben können und wollen, sind dafür geeignet:
„Jetzt mal ehrlich:“
- „Wie fandet Ihr das?“
- „Wie zufrieden seid Ihr?“
- „Was hat euch gefallen? Was nicht?“
- „Was war gut, was war schlecht?“
- „Was hätte ich anders machen können?“
- „An welcher Stelle? Wann? Wie?“
Zumindest befragen wir uns selbst regelmäßig:
- „Ist/war das wirklich gut genug?“
- „Was kann ich, können/müssen wir anders, besser machen?“
- „An welcher Stelle? Wie?“
- „Was machen andere anders? Warum?“
Weil das außerhalb unserer Komfortzone stattfindet, ist das mindestens aufregend und oft unangenehm.
Es stürzt uns in emotionale Krisen.
Profis aber halten das aus. Denn sie wissen, dass diese Krisen der einzige Weg ist, um besser zu werden.
Der einzige Weg, Profi zu sein.
Never Waste A Crisis!
We know what we are doing. We know the fundamentals. We know the moves. We have experience.
That’s what makes us professionals and specialists.
That’s what makes us good.
That’s why we get our jobs, why clients hire us.
So that we routinely do and apply what we know and are capable of doing. In this way, we help them to produce good results quickly.
Doing a good job, however, is not enough in the long run.
We have to constantly learn a little more and become better.
How do we get better?
1. Use it or Lose it: Practise. Practice. Practice.
When we recall and apply our routines, know-how, knowledge and patterns of success and action, we are in the comfort zone. The more automatically we master all this, the more comfortable we feel. So the task is to constantly use and deepen our routine craft, our knowledge and skills. We have to practise our actions constantly and as consciously as possible. So that in an event of need we use them as unconsciously and safely as possible and deliver as the professionals that we are.
2. Feedback – Evaluate – Feedback – Evaluate – Feedback…
Intentionally practising within our comfort zone makes us confident in familiar situations. In order to learn new things and to prepare ourselves for unfamiliar, uncertain terrain, it is necessary to regularly and mindfully step out of the comfort zone and into the learning zone. This means deliberately and consciously exposing ourselves to those unpleasant, uncertain situations where we cannot know what to expect. In which we cannot control everything. In which we are challenged to act outside our usual routines.
By experiencing such „crises“, we learn something new about ourselves and our world. We add new routines to our existing ones. This makes us more flexible, more adaptive, more experienced. In other words: better.
The best way to do this is to demand constructive feedback, to expose our ideas, our designs, our work to relentless criticism as often as possible. Customers, clients, colleagues, suppliers, acquaintances, friends: Everyone who can and wants to give us genuine, candid, unsparing, but just helpful, constructive, positive, critical feedback is suitable for this:
„Let’s be honest now:“
- „What do you think?“
- „How satisfied are you?“
- „What did you like? What didn’t you like?“
- „What was good, what was bad?“
- „What could I have done differently?“
- „At what point? When? How?“
Or at least we always question ourselves critically:
- „Is/was this really good enough?“
- „What can I, can we/must we do differently, better?“
- „At what point? How?“
- „What do others do differently? Why?“
Because this takes place outside our comfort zone, it is at the very least upsetting and often unpleasant. It plunges us into emotional crises.
Professionals, however, can take it. Because they know that these crises are the only way to get better.
The only way to be a professional.