30. Juni 2021

Pausenlos erfolgreich sein?Non-Stop Success?


Sie wollen den größtmöglichen Erfolg für sich und für Ihr Team? Sie wollen Ihre eigenen Fähigkeiten und auch die des Teams maximal nutzen? Nichts einfacher als das: Machen Sie erst mal Pause!




Neulich erhielt ich nach einem sehr intensiven (und guten) Workshop ein bemerkenswertes Feedback.

Ein kritischer Teilnehmer merkte an, es habe zu viele Pausen gegeben.

Neben den obligatorischen Mittags- und Kaffeepausen hatte ich jeweils nach 45 Minuten, spätestens aber nach einer Stunde eine kurze fünf- bis zehnminütige Unterbrechung gemacht.

Das mache ich nach Möglichkeit immer so. Manch einem erscheint dies offenbar als Schlendrian.

Das genaue Gegenteil ist jedoch der Fall: Ich will maximalen Erfolg! Ohne Pausen ist der aber nicht zu haben.


Es mag wie ein Widerspruch klingen, doch kurze Zäsuren

sorgen dafür, dass die Teilnehmer länger aufmerksam und aktiv bleiben. Der Grund ist einfach:

Menschen arbeiten nur über eine gewisse Zeit (20 bis 60 Minuten) auf konzentriertem Niveau.

 

 


Egal, was wir tun

E-Mails checken, Berichte oder Programmcodes schreiben, Vorträge halten oder solchen lauschen, Workshops moderieren, telefonieren oder Meetings absolvieren: Nach einer gewissen Zeit werden wir unweigerlich müde, unsere Leistungskurve sinkt.

Dann hilft nur eine Pause, um uns zu sammeln und neu konzentrieren zu können.

 


Die Regel ist deshalb:

Wer gut und leistungsfähig über den Tag (die Woche, das Jahr, das Leben) kommen will, der macht am besten mehrere kleine bis längere Pausen am Tag (in der Woche, im Jahr, im Leben)!


Jeder von uns weiß das.

Zumindest ahnen wir es. Zum Beispiel, wenn trotz Durchhalteparolen und zusammengebissenen Zähnen nichts vorangeht in einem Meeting, beim Schreiben eines Protokolls oder beim Programmieren.

Oder wenn wir immer öfter abends mit hängender Zunge nach Hause kommen, uns gerade so vor die Glotze schleppen und anschließend nur noch vor uns hindämmern können. Trotzdem ignorieren wir oft das Bedürfnis nach Pausen.

Manchmal selbst (oder gerade!) dann, wenn wir merken, dass die Leistung abfällt, wir und andere müde, langsamer, ungeduldiger, vielleicht sogar genervter werden und: Fehler machen.

In Veranstaltungen mit mehreren TeilnehmerInnen geschieht das dann kollektiv. Wer von uns hat noch nicht solche oft frustrierenden Termine, Meetings, Workshops oder sogar ganze Projekte erlebt?


Natürlich ist möglich

sich, ein Team und sogar ganze Organisationen mit dem „Weiter-immer weiter!“-Prinzip anzutreiben und zu managen. Das geschieht auch tagtäglich und allerorten zig-millionenfach.

Mittel- bis langfristig ist aber sehr wahrscheinlich, dass dadurch maximal gute Ergebnisse verhindert werden und zudem Kräfte und Ressourcen verprasst und verschlissen werden – das glatte Gegenteil von Erfolg und Nachhaltigkeit.

Eine solche Management- und Selbstmanagementstrategie kann ganz vielleicht unter gewissen Umständen angemessen sein.

Manchmal. Selten. Eigentlich aber: Nie.


Pausenloser Erfolg

Denn für Menschen wie für Teams und ganze Unternehmen gilt: Leistung und dauerhafter, nachhaltiger – also: sich wiederholender – Erfolg sind nur möglich, wenn sich die nachwachsenden menschlichen Rohstoffe Konzentration und Kreativität in regelmäßigen und ausreichenden Regenerationszeiten wieder aufbauen können.

Wer pausen-los versucht zu leisten oder das von seinem Team verlangt, erreicht deshalb höchstens zweitbeste Ergebnisse, eben weil das maximal mögliche Leistungsniveau nicht dauerhaft gehalten werden kann.


Wenn Sie sich nicht mit zweitbesten Ergebnissen zufrieden geben

und stattdessen dauerhaft richtig gut und erfolgreich sein möchten, sorgen Sie stets zuerst dafür, dass Sie selbst in einer möglichst guten Verfassung sind.

Und dann sorgen Sie im Rahmen Ihrer Möglichkeiten dafür, dass es allen anderen Beteiligten auch möglichst gut geht.


Erreichen können Sie das

durch echte (!), also konzentrierte und strukturierte Pausen, in welchen Sie sich nicht vom Erholen ablenken lassen. Wenn nötig, führen Sie die Pausen auch zwangsweise ein – und durch.

Im Selbstmanagement können Sie das z.B. erreichen, indem eine Eieruhr Sie an regelmäßige Pausen erinnert.

Wenn Sie ein Team managen, lassen Sie auf Anspannungsphasen stets ruhige Phasen folgen, beispielsweise indem Sie zwischen dem Ende eines Projekts und dem Start eines neuen ein paar Tage oder vielleicht sogar Wochen Zeit einplanen, die für weniger kräftezehrende Aufräum- oder Routinearbeiten oder für Fortbildung genutzt werden kann.


Denken Sie daran:

Nur Pausen halten Sie und Ihr Umfeld mittel- bis langfristig auf dem höchstmöglichen Konzentrations- und Leistungsniveau.

Nur durch Pausen können Sie Ihre Aufgaben bestmöglich erledigen.

Nur durch Pausen können Sie maximal erfolgreich sein.


 


You aim for the greatest possible success for yourself and for your team? You want to use your own abilities and also those of the team to the maximum? That’s an easy one: Take a break!


Recently I received a remarkable feedback following a very intensive (and good) workshop.

A critical participant noted that there had been too many breaks.

In addition to the obligatory lunch and coffee breaks, I had always taken a short five- to ten-minute break after 45 minutes, or after an hour at the latest.

I always do this whenever possible. Apparently to some this appears to be sloppiness.

However, the exact opposite is the case: I want maximum success! Without breaks, though, that’s not possible.


It may sound like a contradiction, but short breaks

ensure that participants remain attentive and active longer. The reason is simple:

People only work at a focused level for a certain amount of time (20 to 60 minutes)

 

 


No matter what we do

checking emails, writing reports or program codes, giving lectures or listening to them, facilitating workshops, making phone calls or attending meetings: After a certain time, we inevitably get tired, our performance curve drops.

At that point, the only thing that helps is to take a break in order to recover and refocus.


Thus, the rule is:

If you want to get through the day (the week, the year, life) well and efficiently, it is best to take several small to longer breaks during the day (in the week, in the year, in life)!


All of us know this.

At least we suspect it. For example, when there is no progress in a meeting, when writing a protocol or when programming. And that despite perseverance slogans and clenched teeth.

Or when we more and more often come home exhausted, drag ourselves just so in front of the telly and then only can doze off. Despite this, we often ignore the need for breaks..

Even (or especially!) When we realize that our performance drops, we and others become tired, slower, more impatient, maybe even more annoyed and: Making mistakes.

In events with several participants, this happens collectively.Haven’t each of us experienced such often frustrating appointments, meetings, workshops or even entire projects?.


Of course, you can

drive and manage yourself and others with the „Onward-always onward!“ principle. This also happens every day and everywhere tens of millions of times.

In the medium to long term, however, it is very likely that this will prevent maximum good results. In addition, energy and resources are wasted and worn out – the complete opposite of success and sustainability.

Such a management and self-management strategy might be appropriate under certain circumstances.

Sometimes. Rarely. But actually: Never.


Pauseless success

Because for individuals as well as for teams or entire companies, the following is true: performance and lasting, sustainable – i.e.: recurring – success are only possible if the renewable human raw materials of concentration and creativity can be rebuilt in regular and sufficient regeneration periods.

Whoever tries to perform without breaks or whoever demands that from his team, is likely to achieve second-best results at best. Precisely because the maximum possible performance level cannot be maintained permanently.


However, if you are not satisfied with second-best results

and instead want to be consistently really good and successful, always make sure you’re in as good a shape as possible yourself in the first place.

And then, within your means, make sure that everyone else involved is also doing as well as possible.


You can achieve this

by real (!), that is, concentrated and structured breaks, in which you are not distracted from recovering.If necessary, introduce the breaks also compulsorily.

In self-management, you can do this, for example, by using an tomato timer to remind you to take regular breaks.
If you’re managing a team, always let periods of tension be followed by periods of rest, for example, by setting aside a few days or perhaps even weeks between the end of one project and the start of a new one, which can be used for less energy-consuming cleanup or routine work, or for training.


Remember:

Only breaks will keep you and those around you at the highest possible level of concentration and performance in the medium to long term.

Breaks are the only way to get your tasks done in the best possible way.

Only through breaks can you be maximally successful