Montag, der 13. Dezember 2021

So einfach? So einfach.


Wer in und mit Teams anfängt darüber zu beraten, wie die Zusammenarbeit verbessert werden kann, wird sehr schnell und auch immer mit der Frage konfrontiert, wie die gefundenen Verbesserungen im Alltag dauerhaft verankert werden können. Wie geht das?


 


Eine im Teamgeschehen unausweichliche Angelegenheit ist

dass die Dinge manchmal nicht mehr so rund laufen, wie wir uns das wünschen. Dann heißt es: „Wir müssen besser werden!“ Konkret bedeutet das dann nichts anderes, als dass die bestehenden Routinen, Ansätzen und Herangehensweisen in der gemeinsamen Arbeit ständig verändert werden müssen. Und zwar so, dass sie für eine Weile anders laufen als eben bisher.

Also geht es um dauerhafte Veränderungen im Team. Wie können die gelingen?


Eine (wie ich finde gute) Antwort ist: Indem sich die Team-Gewohnheiten ändern. 

Wie das grundsätzlich, allgemein und im Einzelfall auch konkret funktionieren kann, wissen wir spätestens nach der Lektüre von (guten) Büchern über Gewohnheiten (siehe z.B. hier).

Wer aber schnell wissen will, wie das mit Gruppen von Menschen, also Teams und sogar ganzen Unternehmen gelingen kann, der nehme den übersichtlichen (und kostenlosen) Scrum-Guide zu Hilfe.  

Er beinhaltet alle wesentlichen psychologischen und strukturellen, also auch organisatorischen Erkenntnisse darüber, was es für erfolgreiche, ergebnisorientierte (Zusammen-) Arbeit, insbesondere Team-Arbeit, braucht.


Das genau ist der große Verdienst

der Autoren Ken Schwaber und Jeff Sutherland:

Die Erkenntnisse aus der Motivations-Psychologie mit den strukturellen Erkenntnissen und Erfahrungen aus der Software-Entwicklung und dem Leanmanagement in einem übersichtlichen und konkreten Arbeitsrahmen so zusammenzufassen, dass es leicht nachvollziehbar und vor allem ebenso leicht anwendbar ist. 

Und zwar auch, ohne dass man die dahinterstehenden Überlegungen kennt oder verstehen muss – obwohl es natürlich sehr hilfreich ist, wenn man weiß, warum Scrum so vorgeht, wie es vorgeht.


Auf den Punkt gebracht

macht Scrum nichts anderes als das, was wir aus der Gewohnheits- und Lean-Literatur in jeder Zeile entgegenbrüllt:

  • Überlegt Euch, was das Ziel ist und in welche Richtung es gehen soll.
  • Legt einen festen Rhytmus fest.
  • Macht in diesem Takt geplante und machbare Schritte in Richtung Ziel.
  • Kleine Schritte sind besser als keine.
  • Überprüft regelmäßig die Ergebnisse.
  • Falls nötig, korrigiert euch und passt an.
  • Macht dies immer und immer wieder.

Mit anderen Worten

Füllt Eure Zusammenarbeit mit guten Gewohnheiten. 

Was übrigens auch bedeutet, dass ihr damit nie wieder aufhört. Dann seid ihr alleine durch diese Routine auf dem besten Weg, den ihr überhaupt einschlagen könnt.

So einfach? So einfach. 🙂