Burnout kommt nicht plötzlich – aber wenn er da ist, ist nichts mehr wie vorher. Zeit, hinzuschauen.

Irgendwann ist einfach alles anstrengend.
Dinge, die sonst leicht von der Hand gingen, fühlen sich schwer an. Der schlechte Schlaf, die Gereiztheit, Kleinigkeiten, die einfach übermäßig nerven. Und gleichzeitig diese Stimme im Kopf: „Stell dich nicht so an. Andere haben es doch auch nicht leichter.“
Genau das ist das Problem.
Burnout schleicht sich an, leise und unauffällig. Erst ist’s einfach nur ein bisschen Stress. Dann fallen Pausen hinten runter. Dann weniger und schlechter schlafen. Irgendwann ist die Erschöpfung da, egal, wie viel du dich ausruhst.
Und der Kopf?
Der macht es nicht besser. Plötzlich kreisen die Gedanken darum, nicht genug zu leisten, versagt zu haben, noch mehr geben zu müssen. Dabei ist genau DAS die Falle: Wer in den Burnout rutscht, ist nicht faul oder schwach. Im Gegenteil! Es sind meist die Menschen, die vorher alles gegeben haben. Und damit eben: Zu viel.
Das Problem ist:
Wenn ein Burnout aufzieht, gibt es selten eine klare Grenze. Es gibt keinen Alarm, kein eindeutiges „Jetzt ist es zu viel.“ Deshalb merken viele erst zu spät, dass sie längst mitten drinstecken.
Aber es gibt Signale: Wenn du dich ständig erschöpft fühlst. Wenn nichts mehr richtig Spaß macht. Wenn du dich nur noch von Wochenende zu Wochenende schleppst und selbst dann nicht wirklich zur Ruhe kommst.
Was hilft?
Jedenfalls keine Patentrezepte, so viel steht fest. Aber ein paar Dinge können den ersten Schritt leichter machen: Ehrlich hinschauen, statt nur weiterzumachen. Anzuerkennen, dass man ein Problem hat, und zwar ein MEDIZINISCHES. (Man ist “nur” krank.) Dir selbst zugestehen, dass du nicht unendlich belastbar bist. Und – auch wenn das schwerfällt – drüber reden. Mit echten Vertrauten: Freund*innen, Familie oder jemandem, der sich damit auskennt. Am besten geht man gleich zu einem (Fach-) Arzt.
Und wenn’s schon richtig heftig ist? Dann erst recht nicht allein bleiben und zum Arzt!
Burnout ist keine private Schwäche,
sondern etwas, das in aller Regel auch seinen Ursprung in den Umständen um einen herum hat.
Und es ist ein echtes Problem, das viele ereilt. Und vor allem eines, das sich lösen lässt!
Hilfe zu holen, ist kein Eingeständnis von Versagen.
Es ist das, was dir hilft, das du wieder das mit Freude und Lust machen kannst, was du tun willst und vielleicht auch musst!
Also:
Falls du das Gefühl hast, dass es zu viel wird – warte nicht, bis gar nichts mehr geht. Hör auf das, was du brauchst. Und fang an, dich selbst so wichtig zu nehmen, wie du bist: SEHR!
Hole dir Hilfe! Geh zum Arzt!

Hoffentlich hilfreiche Links
- www.yourway2life.de: Burnout-Selbsthilfe in München – Mit vielen Infos rund um Burnout
- www.deutsche-depressionshilfe.de: Deutsche Depressionshilfe
- www.muenchen-depression.de; Münchner Bündnis gegen Depression: Viele Informationen, Hilfsangebote und Veranstaltung rund um das Thema Depression
- Telefonseelsorge: 0800/1110111 & 0800/1110222. 24 Stunden erreichbar, Anrufe sind anonym, kostenfrei und nicht auf der Telefonrechnung oder im Einzelverbindungsnachweis registriert.
- Krisendienst Psychiatrie Oberbayern: Qualifizierte psychiatrische Soforthilfe bei seelischen Krisen jeder Art für ganz Oberbayern. Beratung und Unterstützung für Betroffene, Mitbetroffene oder Angehörige und auch Fachstellen. Krisentelefon: 0180 655 3000
- Sozialpsychiatrischer Dienst der Landeshauptstadt München: Qualifizierte kostenlose und anonyme Beratung von Münchnern mit seelischen Leiden und deren Angehörige. Längerfristige Begleitung und Akuthilfe! Tel.: 089 233-47234, sozialpsychiatrischerdienst.rgu@muenchen.de, Paul-Heyse-Straße 20, 80336 München